Das Ziel war Trondheim. Doch es kam ganz anders! Als wir in Östersund in den Zug nach Trondheim eingestiegen waren, genossen wir die Landschaft. Eine hübsche und sehr hilfsbereite Schaffnerin machte uns jedoch aufmerksam, dass wir anstatt in den Westen Richtung Polarkreis unterwegs waren. Stiegen wir doch tatsächlich in den falschen Zug ein! No Problem, wir sind es uns gewöhnt uns wie ein Chamäleon anzupassen. Zusammen suchten wir eine Umsteigemöglichkeit. Dies hatte zu Folge, dass er Zug extra wegen uns drei Idioten halten musste. Damit die anderen Leute auch informiert waren, wieso der Zug hielt, wurden wir in der Zugdurchsage erwähnt. Die meisten Leute fanden das sehr amüsant. Wir auch. Den Zug gewechselt fuhren wir zurück und brachten es doch tatsächlich fertig, im zweiten Anlauf in den richtigen Zug einzusteigen. Aus dem Tag in Trondheim wurde nichts, wir verbrachten ihn im Zug und kamen erst um 20:00 da an. Auf der Reise dahin durchfuhren wir wiederum malerische Landschaften sowie sahen wir die prestigeträchtige WM-Abfahrtsstrecke von Are. Erst in Trondheim merkten wir, dass dieses kleine Missgeschick zur Folge hatte, dass wir keine Reservation für den Nachtzug nach Oslo besassen. Zum zweiten Mal an diesem Tag standen wir ziemlich doof da. Glücklicherweise hatte auch die Norwegische Bahn an diesem Tag ihre Probleme und hängte einen Wagen zu wenig an den Nachtzug. Daher fuhr ein Ersatznachtcar nach Oslo. Da noch freie Plätze vorhanden waren und der Schaffner Mitleid mit uns hatte (Danke!), durften wir ohne Reservation und somit gratis mitfahren.
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